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Das Raw Görlitz

Vom Bahnbetriebs- zum Ausbesserungswerk für Schmalspurlokomotiven

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160 Seiten mit 314 Abbildungen, teilweise in Farbe
210 x 297 mm
 
 

Wer das Buch Eisenbahnen im Dreiländereck (Deutschland/Polen/Tschechische Republik), Band 2  aus dem EK-Verlag gelesen hat, ist unweigerlich auf das Kapitel „Raw Görlitz“ gestoßen und hat vielleicht Lust auf „mehr“ bekommen. Dem trägt der Verlag jetzt Rechnung und publiziert mit dem gleichen Autor die wahrscheinlich einzige Abhandlung über dieses Werk, das 1997 seine Tore für immer schloss. 1909 mit dem Verschiebebahnhof Schlauroth bei Görlitz eröffnet, war die ehemalige preußische und sächsische Betriebswerkstätte bis 1945 ein bekanntes Güterzug-Bw, als Endpunkt des schlesischen Wechselstromnetzes sogar teilweise elektrifiziert. Die Lokabteilung des Bw Görlitz wurde 1950 zum Raw aufgewertet, zuständig für alle Schmalspurlokomotiven der DR, ab 1955 bekannt unter dem Namen „Deutsch-Sowjetische Freundschaft“.

Anfangs wurden auch normalspurige DR-Dampfloks sowie Werkloks repariert. Das Aufgabengebiet reich­te von Dampfspeicherloks über Zementbehälterwagen bis zur Aufarbeitung von Zylinderköpfen für sowjetische Großdieselloks und Rollcontainern. Ab 1978 war das Raw verantwortlich für die Produktion und Instandsetzung von Dreikraftbremsen für die größeren Rangierbahnhöfe.

Detailliert beschreibt der Autor den Werdegang der Schmalspurlok-Instandsetzung und die Arbeit der Spezialwerkstätten. Dem Lokomotiv-Neubau, speziell der Baureihen IV K, VI K und VII K, sind ebenso wie der Verschrottung Kapitel gewidmet. Statistiker werden in zahlreichen Tabellen fündig, ergänzt durch zahlreiche eindrucksvolle Abbildungen.

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